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Nach der Psychiatrie: So geht es zuhause weiter

Die Entlassung aus einer psychiatrischen Klinik ist ein großer Schritt. Wochenlang gab es feste Abläufe, Ansprechpartner rund um die Uhr und einen geschützten Rahmen. Und plötzlich ist man wieder allein in der eigenen Wohnung. Genau in dieser Übergangszeit ist das Risiko für Rückfälle besonders hoch. Die gute Nachricht: Sie müssen diesen Schritt nicht allein gehen.

Warum die ersten Wochen nach der Klinik so wichtig sind
In der Klinik wurde vieles für Sie organisiert: Mahlzeiten, Medikamente, Termine, Gesprächsangebote. Zuhause fällt diese Struktur auf einmal weg. Viele Betroffene berichten, dass sie sich in den ersten Tagen erschöpft, unsicher oder überfordert fühlen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein ganz normaler Teil des Übergangs.
Wer in dieser Phase begleitet wird, kann das in der Klinik Erarbeitete leichter in den Alltag übertragen und stabil bleiben.

Was das Entlassmanagement der Klinik leisten muss
Krankenhäuser sind gesetzlich verpflichtet, die Anschlussversorgung vorzubereiten (Entlassmanagement nach § 39 Abs. 1a SGB V). Dazu gehört auch, dass die Klinik häusliche Krankenpflege für bis zu sieben Tage nach der Entlassung verordnen kann. So entsteht keine Lücke, bis Sie einen Termin bei Ihrer Hausarztpraxis oder Ihrem Psychiater haben.
Unser Tipp: Sprechen Sie den Sozialdienst oder Ihre Stationsärztin frühzeitig darauf an, am besten schon einige Tage vor der Entlassung.

Wie psychiatrische Pflege nach der Entlassung hilft
Die psychiatrische häusliche Krankenpflege (pHKP) setzt genau dort an, wo die Klinik aufhört. Eine feste Pflegefachkraft kommt regelmäßig zu Ihnen nach Hause und unterstützt Sie zum Beispiel bei:

  • dem Aufbau einer neuen Tagesstruktur
  • der regelmäßigen Einnahme der Medikamente
  • der Wahrnehmung von Arzt- und Therapieterminen
  • dem frühen Erkennen von Warnzeichen für eine neue Krise
  • der Rückkehr in soziale Kontakte, Arbeit oder Tagesstätte

Mehr zu den Grundlagen lesen Sie in unserem Beitrag Was ist psychiatrische häusliche Krankenpflege?

So geht es nach der Klinik weiter: Schritt für Schritt

  1. Vor der Entlassung: Bitten Sie die Klinik um eine Verordnung für häusliche Krankenpflege und nehmen Sie Kontakt zu uns auf.
  2. Die ersten Tage zuhause: Wir kommen zu Ihnen, lernen Sie kennen und besprechen, was Sie gerade brauchen.
  3. Anschlussverordnung: Ihre Fachärztin, Ihr Facharzt oder Ihre Hausarztpraxis stellt die weitere Verordnung aus (Muster 12). Wir kümmern uns um die Abstimmung mit der Krankenkasse.
  4. Begleitung im Alltag: Ihre feste Bezugspflegekraft begleitet Sie, so lange es nötig ist und in Ihrem Tempo.

Was kostet die Begleitung?
Die psychiatrische häusliche Krankenpflege ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Für Versicherte ab 18 Jahren fällt in der Regel eine gesetzliche Zuzahlung an, wer davon befreit ist, zahlt nichts. Ihre Krankenkasse gibt Ihnen dazu verbindlich Auskunft.

Auch für Angehörige eine Entlastung
Oft sind es Partner, Eltern oder Kinder, die nach der Entlassung plötzlich viel Verantwortung tragen. Eine professionelle Begleitung nimmt Druck aus der Familie. Wie Angehörige gut auf sich selbst achten, lesen Sie in unserem Beitrag Wenn Angehörige an ihre Grenzen kommen.

Wir sind in Ihrer Nähe
Unser Sitz ist in Garbsen. Von hier aus begleiten wir Menschen nach einem Klinikaufenthalt in der gesamten Region: in Hannover, Garbsen, Seelze, Wunstorf, Langenhagen und Neustadt am Rübenberge.

Die Entlassung steht bevor oder liegt gerade hinter Ihnen?

Sprechen Sie uns an, unverbindlich und kostenlos. Gerne auch schon aus der Klinik heraus.
05131 9802234
info@wohlfuehlpflege.com

Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung wählen Sie bitte sofort den Notruf 112 oder wenden sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

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